10.04.2025 – Am 01.04.2025 war es endlich so weit: Die Veranstaltung zur Gründung des Bundesverbandes Industriekultur Deutschland e. V. fand in Dortmund auf der Zeche Zollern statt. An der Versammlung nahmen rund 180 Personen aus Ost und West darunter der VDMT teil.
Den Auftakt bildete ein Podiumsgespräch über das Thema „Industriekultur“, in dem unterschiedliche Sichtweisen auf das Thema vorgestellt wurden. Anschließend beschrieb Prof. Joseph Hoppe (Berliner Zentrum Industriekultur) in seinem Impulsreferat den nicht unumstrittenen Werdegang des Bundesverbandes. Letztendlich bildet der Bundesverband das noch fehlende nationale Bindeglied zwischen den vielen regionalen Netzwerken der Industriekultur in Deutschland und dem Europäischen Netzwerk. In 11 „alten und neuen Lektionen“ zog er Lehren, die über die Entwicklungsgeschichte des BID hinaus Gültigkeit für eine respektvolle, produktive und faire Zusammenarbeit bei Vorhaben jeglicher Art besitzen. Die Gründung des Bundesverbandes ist auch ein wichtiger Schritt hin zur geplanten Einrichtung einer Bundesstiftung Industriekultur.
Die Präambel zur beschlossenen Satzung des Bundesverbandes verweist auf die Bedeutung der Industriekultur für das alltägliche Leben und schlägt die Brücke von der nationalen Bedeutung zu den allgegenwärtigen europäischen Bezügen. Die Präambel zeigt die vielfältigen Aspekte und Dimensionen des Themas auf und benennt den Kern der Industriekultur: „Ein durch die Industrialisierung und industrielles Arbeiten ständig in Veränderung befindliches Denken und Handeln, das Arbeits- und Privatleben gleichermaßen durchdringt und hierdurch dauerhaft gesellschaftliche Transformation erzeugt.“ Die Präambel endet mit den Zielen, die sich der Bundesverband gesetzt hat.
Der gewählte Vorstand setzt sich aus drei Vertreterinnen und Vertretern von institutionellen Fördermitgliedern und sechs weiteren Mitgliedern zusammen. Den Vorsitz bilden Dr. Kirsten Baumann (LWL-Museen für Industriekultur) als 1. Vorsitzende, Thies Schröder (Ferropolis) als 2. Vorsitzender und Marius Krohn (Industriemuseum Brandenburg) als Schatzmeister.
Der Eisenbahn kommt im Rahmen der Industriekultur eine besonders bedeutende Rolle zu. War sie es doch, die einen Anlass zur Industrialisierung durch den Bau von Lokomotiven, Wagen und der notwendigen Infrastruktur gab und die sich zunehmend zu einer wesentlichen Stütze der Industrialisierung entwickelte. Um dieser Bedeutung gerecht zu werden, wird der VDMT dem Bundesverband Industriekultur Deutschland als Mitglied beitreten.