Hier finden Sie die aktuellen Informationen über die Arbeit vom Verband deutscher Museums- und Touristikbahnen e. V. (VDMT) und die Pressemitteilungen des Verbandes.
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VDMT regt generelle Gebührenbefreiung für Museums- und Touristikbahnen an

Aktuell überarbeitet das Bundesverkehrsministerium die Gebührenordnungen für Amtshandlungen der Bundesnetzagentur sowie des Eisenbahnbundesamtes. Das hat der VDMT zum Anlass genommen, eine generelle Befreiung der Museums- und Touristikbahnen von Gebühren für Amtshandlungen dieser Behörden anzuregen. Wir meinen, dass dies aus Gründen des öffentlichen Interesses sowie aus Billigkeitserwägungen mindestens gerechtfertigt ist.

Museumsbahnen sind keine Adressaten, an die sich Maßnahmen der Regulierungsbehörde richten. Sie sind zwar formal Eisenbahnen, nehmen aber nicht am Wettbewerb teil. Da die Regulierungsbehörde jedoch den Wettbewerb fördern soll, können ihre Maßnahmen bei Museumsbahnen naturgemäß keine Wirkung entfalten. Müssen aber trotzdem aufgrund gesetzlicher Vorschriften beispielsweise Ausnahmegenehmigungen erteilt werden, wäre es deshalb nur sachgerecht, sie von etwaigen Gebühren zu befreien.

Auch wenn Betriebsgesellschaften dazwischen geschaltet sind, werden Museums- und Touristikbahnen in aller Regel ehrenamtlich getragen. Viele sind steuerrechtlich als gemeinnützig anerkannt. Die öffentliche Hand fördert die Tätigkeit der Museumsbahnen über Steuervorteile hinaus durch Zuschüsse öffentlicher Stiftungen oder direkt durch Förderprogramme wie beispielsweise aktuell das Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung in Nordrhein-Westfalen. Es wäre also unsinnig, wenn ein Teil dieser Förderung über Gebühren wieder zurück in die Kassen der öffentlichen Hand wandert und damit den eigentlichen Förderzweck schmälert. Deshalb würde eine Gebührenbefreiung auch im öffentlichen Interesse liegen.

Die Stellungnahme des VDMT finden Sie unten. Der Verordnungsentwurf, der die Befreiung allerdings noch nicht vorsieht, kann von Mitgliedern beim VDMT angefordert werden.

Link zur Stellungnahme: 190709_Stellgn_VDMT ERegG_BGebV


 

„Bildungsplattform Museum!?“ unter diesem Motto fand die Jahrestagung 2019 des Deutschen Museumsbundes vom 5. bis 8. Mai in Dresden statt. Ausrufe- und Fragezeichen verdeutlichen die gegenwärtige Standortsuche der öffentlichen Museen in der deutschen Bildungslandschaft. Wie den unbestrittenen Bildungs- und Vermittlungsanspruch umsetzen in einer Zeit schnellen gesellschaftlichen Wandels mit zunehmender Diversität des potenziellen Publikums? Wie auf dem Kongress offen ausgesprochen, erreichen die Museen gegenwärtig 3 bis 5 Prozent der Einwohner, so dass die Frage nach ihrer Relevanz als außerschulische Bildungsinstitutionen durchaus Handlungsbedarf signalisiert. Dies umso mehr, als sich offensichtlich auch die Anzahl der traditionell eher akademisch gebildeten Besucher mit Lerninteresse zugunsten heterogener Besuchergruppen mit ganz unterschiedlichen Erwartungen an den Museumsbesuch verändert. Viele Themen des Kongresses befassten sich daher mit der Suche nach neuen Formaten und der Frage, in welchem Verhältnis Bildung und Unterhaltung in der Arbeit der Museen stehen sollten, um ihre Attraktivität zu steigern. Dabei sollte der Vermittlungsarbeit Besucherforschung vorangestellt werden.

P1040380 klZum Sonnenaufgang per Dampfzug auf den Brocken – das war das Highlight der Jubiläums-Konferenz 2019 im Harz, auf der „25 Jahre FEDECRAIL“ begangen wurde. Frühmorgens ging es am Jubiläumstag des europäischen Dachverbandes, 16. April, von Wernigerode aus mit dem Traditionszug der Harzer Schmalspurbahnen (HSB) in der Dunkelheit den Berg hinauf, um kurz nach 6 Uhr auf dem Gipfel den Sonnenaufgang zu erleben als Symbol für einen optimistischen Blick in die Zukunft der Museums- und Touristikbahnen.

Sehr geehrte Damen und Herren,

liebe Freundinngen und Freunde der historischen Eisenbahn!

Der Verband Deutscher Museums- und Touristikeisenbahn gratuliert dem Verein Bayerisches Eisenbahnmuseum (BEM) ganz herzlich zu seinem fünfzigjährigen Bestehen.

In seinem Jubiläumsjahr gilt es weniger das Alter, sondern „die Gnade der frühen Geburt“ zu würdigen. Als Eisenbahnclub 18 528 München e.V. im Jahre 1969 gegründet, konnten noch Chancen zum Erhalt wichtiger historischer Zeugen des Eisenbahnwesens genutzt werden. Die Sammlung erhaltener Exponate der Eisenbahn und das nahezu vollständig erhaltene Eisenbahn-Betriebswerk Nördlingen gelten heute als einzigartig. Gerne werden sie einem technik- und kulturgeschichtlich interessierten Publikum präsentiert, und häufig wird auf sie zurückgegriffen, wenn es historischer Rahmen für Inszenierungen insbesondere der Filmindustrie bedarf. Dabei kommt der Markenkern der Museumseisenbahn zum Tragen: Die Bewegung!

Diverse Fachvorträge sind traditionell ein wesentlicher Bestandteil der Museumsbahnertagungen des VDMT. Auf der Frühjahrstagung in Hamburg machten Torsten Hahn (Pressnitztalbahn) und Raik Hoffmann (DB Netze) mit dem aktuellen Thema „ETCS-Auswirkungen auf den Verkehr mit historischen Fahrzeugen“ den Anfang und berichteten aus der Sicht der Press und der Deutschen Bahn über Entwicklung, Betrieb und Zukunft des Europäischen Zugbeeinflussungssystems European Train Control System als Ersatz der Linienzugbeeinflussung LZB. Die Frage, in wieweit ein ETCS auf einer Dampflok zu integrieren sein wird, konnte noch nicht beantwortet werden.

hamburgDer VDMT ist auf dem Wege, sich neu zu organisieren. Der Vorstand hat angesichts der ständig steigenden Anforderungen durch die sich immer wieder verändernden Rahmenbedingungen für den Eisenbahnverkehr auf die Notwendigkeit hingewiesen, dass sich der Verband größtmöglich in die Gesetzgebungsverfahren einbringt. So wurde ein Konzept mit den Eckpunkten einer möglichen Neuausrichtung und einer angepassten Beitragsordnung erarbeitet, an dem sich die Mitglieder orientieren können. Auf der kommenden Museumsbahnertagung im Herbst in Meiningen soll über die Vorschläge diskutiert und abgestimmt werden. Einer der ersten und augenfälligsten Schritte zur Neuordnung könnte die Professionalisierung des bislang ausschließlich ehrenamtlich geführten Verbandes durch die Einrichtung einer Geschäftsstelle mit einer angestellten Kraft sein.

Der VDMT hat seit Februar 2019 ein neues Mitglied: Die Eisenbahnfreunde Osning. Der in Halle (Westfalen) ansässige gemeinnützige Verein hat sich im April 2018 neu gegründet und möchte unter anderem gerne die in Ostwestfalen beliebten, seit Ende 2017 aber nicht mehr angebotenen Schienenbusfahrten wiederbeleben. Dazu hat der Verein das Motto „Denn auf der Schiene geht’s weiter: Einen Schienenbus für OWL“ ins Leben gerufen. Eines der Vorhaben des Vereins ist es also, wieder einen betriebsfähigen historischen Schienenbus in die Gegend rund um den Teutoburger Wald zu holen, ihn zu pflegen, zu erhalten und der Öffentlichkeit das Reisegefühl von vor 50 Jahren anzubieten.

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