Hier finden Sie die aktuellen Informationen über die Arbeit vom Verband deutscher Museums- und Touristikbahnen e. V. (VDMT) und die Pressemitteilungen des Verbandes.
Die auf dieser Seite bereitgestellten Informationen können uneingeschränkt verbreitet werden.

Weitere aktuellen Informationen für Partner und Mitglieder des Verbandes 
bitte die erweiterten Auswahlmöglichkeiten im internen Bereich der VDMT-Website benutzen.

VDMT sucht Werkstudenten oder Projektmitarbeiter (m/w/d)

Der VDMT möchte für die Verbesserung der internen Kommunikation die Stammdaten und Ansprechpartner seiner Mitglieder ergänzen und auf einen aktuellen Stand bringen.

Für die externe Kommunikation ist es notwendig, über Leistungs- und Bestandsdaten der VDMT - Mitglieder und der weiteren, noch nicht im VDMT organisierten Museums-und Touristikbahnen zuverlässig Auskunft geben zu können. So ist es gerade für die politische Kommunikation und das Einwerben von Förderprogrammen wichtig, die Bedeutung der Museums-und Touristikbahnen unter den verschiedenen Aspekten darstellen zu können. Dazu gehört auch die Darstellung des wirtschaftlichen Nutzens z. B. für den Tourismus. Deshalb sollen erstmals seit Jahren wieder diese Daten erhoben und in eine Datenbank bzw. CRM-System eingepflegt werden. Soweit als möglich sollen die Daten aus öffentlich zugänglichen Quellen nach vorgegebenen Raster vorab recherchiert werden. Anschließend werden sie gemeinsam mit den Mitgliedern per E-Mail oder Telefoninterviews verifiziert und in eine Datenbank eingepflegt.

Zur praktischen Umsetzung sucht der VDMT einen Werkstudenten oder Projektmitarbeiter (m/w/d) für diese Aufgaben:

  • Abfrage der Stammdaten der VDMT-Mitglieder (Anschrift, Telefon, E-Mail usw., handelnde Personen wie Vorstand, Werkstattleiter, Betriebsleiter usw.) mittels Internetrecherche und Verifizierung per E-Mail und/oder Telefoninterviews
  • Ermitteln von Bestands- und Leistungsdaten der jeweiligen VDMT-Mitglieder (Anzahl der betriebsfähigen und erhaltenen Fahrzeuge, der Fahrgäste, Umfang der Betriebsanlagen, der Betriebstage, der aktiven Mitarbeiter, des Umsatzes, der genehmigungsrechtliche Status usw.) ebenfalls vorab als Internetrecherche und anschließender Verifizierung per E-Mail bzw. Telefoninterviews
  • Ermitteln der Museums- und Touristikbahnen, die noch kein VDMT-Mitglied sind, und Erheben deren wesentlicher Bestands- und Leistungsdaten nach ähnlichem Muster.
  • Einpflegen aller erhobenen Daten in eine Datenbank bzw. CRM-Programm

Der Werkstudent oder Projektmitarbeiter sollte möglichst folgendes mitbringen:

  • (idealerweise umfassende) Kenntnis über die Landschaft der Museums-und Touristikbahnen in Deutschland
  • sicherer Umgang mit IT – Lösungen (CRM/Datenbank-Lösungen)
  • Affinität zur Internet-Recherche
  • selbstständiges, zuverlässiges, zielstrebiges und sorgfältiges Arbeiten
  • freundliches, höfliches Auftreten
  • Kontaktfreudigkeit, Bereitschaft zu Telefoninterviews
  • ein Home Office-Arbeitsplatz sollte vorhanden sein

Die Tätigkeit wird angemessen vergütet. Auslagen werden ggf. pauschal erstattet. Das Projekt ist mit ca. 200 Arbeitsstunden und ca. 4-6 Monate (Zeiteinteilung nach Absprache relativ frei) veranschlagt. Die Bewerbung von mehreren Personen zur gemeinsamen Bearbeitung ist ebenfalls möglich.

Wir freuen uns auf Ihr/Dein Interesse. Zur Bewerbung genügt eine kurze E-Mail möglichst bis zum 15. September 2019 an Hans-Jürgen Credé (Credé@vdmt.de). Aus ihr sollten die Gehaltsvorstellung und ggf. Referenzen hervorgehen. Für weitere Fragen steht vorab Volker Wente (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!) gerne zur Verfügung.


 

VDMT regt generelle Gebührenbefreiung für Museums- und Touristikbahnen an

Aktuell überarbeitet das Bundesverkehrsministerium die Gebührenordnungen für Amtshandlungen der Bundesnetzagentur sowie des Eisenbahnbundesamtes. Das hat der VDMT zum Anlass genommen, eine generelle Befreiung der Museums- und Touristikbahnen von Gebühren für Amtshandlungen dieser Behörden anzuregen. Wir meinen, dass dies aus Gründen des öffentlichen Interesses sowie aus Billigkeitserwägungen mindestens gerechtfertigt ist.

Museumsbahnen sind keine Adressaten, an die sich Maßnahmen der Regulierungsbehörde richten. Sie sind zwar formal Eisenbahnen, nehmen aber nicht am Wettbewerb teil. Da die Regulierungsbehörde jedoch den Wettbewerb fördern soll, können ihre Maßnahmen bei Museumsbahnen naturgemäß keine Wirkung entfalten. Müssen aber trotzdem aufgrund gesetzlicher Vorschriften beispielsweise Ausnahmegenehmigungen erteilt werden, wäre es deshalb nur sachgerecht, sie von etwaigen Gebühren zu befreien.

Auch wenn Betriebsgesellschaften dazwischen geschaltet sind, werden Museums- und Touristikbahnen in aller Regel ehrenamtlich getragen. Viele sind steuerrechtlich als gemeinnützig anerkannt. Die öffentliche Hand fördert die Tätigkeit der Museumsbahnen über Steuervorteile hinaus durch Zuschüsse öffentlicher Stiftungen oder direkt durch Förderprogramme wie beispielsweise aktuell das Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung in Nordrhein-Westfalen. Es wäre also unsinnig, wenn ein Teil dieser Förderung über Gebühren wieder zurück in die Kassen der öffentlichen Hand wandert und damit den eigentlichen Förderzweck schmälert. Deshalb würde eine Gebührenbefreiung auch im öffentlichen Interesse liegen.

Die Stellungnahme des VDMT finden Sie unten. Der Verordnungsentwurf, der die Befreiung allerdings noch nicht vorsieht, kann von Mitgliedern beim VDMT angefordert werden.

Link zur Stellungnahme: 190709_Stellgn_VDMT ERegG_BGebV


 

„Bildungsplattform Museum!?“ unter diesem Motto fand die Jahrestagung 2019 des Deutschen Museumsbundes vom 5. bis 8. Mai in Dresden statt. Ausrufe- und Fragezeichen verdeutlichen die gegenwärtige Standortsuche der öffentlichen Museen in der deutschen Bildungslandschaft. Wie den unbestrittenen Bildungs- und Vermittlungsanspruch umsetzen in einer Zeit schnellen gesellschaftlichen Wandels mit zunehmender Diversität des potenziellen Publikums? Wie auf dem Kongress offen ausgesprochen, erreichen die Museen gegenwärtig 3 bis 5 Prozent der Einwohner, so dass die Frage nach ihrer Relevanz als außerschulische Bildungsinstitutionen durchaus Handlungsbedarf signalisiert. Dies umso mehr, als sich offensichtlich auch die Anzahl der traditionell eher akademisch gebildeten Besucher mit Lerninteresse zugunsten heterogener Besuchergruppen mit ganz unterschiedlichen Erwartungen an den Museumsbesuch verändert. Viele Themen des Kongresses befassten sich daher mit der Suche nach neuen Formaten und der Frage, in welchem Verhältnis Bildung und Unterhaltung in der Arbeit der Museen stehen sollten, um ihre Attraktivität zu steigern. Dabei sollte der Vermittlungsarbeit Besucherforschung vorangestellt werden.

P1040380 klZum Sonnenaufgang per Dampfzug auf den Brocken – das war das Highlight der Jubiläums-Konferenz 2019 im Harz, auf der „25 Jahre FEDECRAIL“ begangen wurde. Frühmorgens ging es am Jubiläumstag des europäischen Dachverbandes, 16. April, von Wernigerode aus mit dem Traditionszug der Harzer Schmalspurbahnen (HSB) in der Dunkelheit den Berg hinauf, um kurz nach 6 Uhr auf dem Gipfel den Sonnenaufgang zu erleben als Symbol für einen optimistischen Blick in die Zukunft der Museums- und Touristikbahnen.

Sehr geehrte Damen und Herren,

liebe Freundinngen und Freunde der historischen Eisenbahn!

Der Verband Deutscher Museums- und Touristikeisenbahn gratuliert dem Verein Bayerisches Eisenbahnmuseum (BEM) ganz herzlich zu seinem fünfzigjährigen Bestehen.

In seinem Jubiläumsjahr gilt es weniger das Alter, sondern „die Gnade der frühen Geburt“ zu würdigen. Als Eisenbahnclub 18 528 München e.V. im Jahre 1969 gegründet, konnten noch Chancen zum Erhalt wichtiger historischer Zeugen des Eisenbahnwesens genutzt werden. Die Sammlung erhaltener Exponate der Eisenbahn und das nahezu vollständig erhaltene Eisenbahn-Betriebswerk Nördlingen gelten heute als einzigartig. Gerne werden sie einem technik- und kulturgeschichtlich interessierten Publikum präsentiert, und häufig wird auf sie zurückgegriffen, wenn es historischer Rahmen für Inszenierungen insbesondere der Filmindustrie bedarf. Dabei kommt der Markenkern der Museumseisenbahn zum Tragen: Die Bewegung!

Diverse Fachvorträge sind traditionell ein wesentlicher Bestandteil der Museumsbahnertagungen des VDMT. Auf der Frühjahrstagung in Hamburg machten Torsten Hahn (Pressnitztalbahn) und Raik Hoffmann (DB Netze) mit dem aktuellen Thema „ETCS-Auswirkungen auf den Verkehr mit historischen Fahrzeugen“ den Anfang und berichteten aus der Sicht der Press und der Deutschen Bahn über Entwicklung, Betrieb und Zukunft des Europäischen Zugbeeinflussungssystems European Train Control System als Ersatz der Linienzugbeeinflussung LZB. Die Frage, in wieweit ein ETCS auf einer Dampflok zu integrieren sein wird, konnte noch nicht beantwortet werden.

hamburgDer VDMT ist auf dem Wege, sich neu zu organisieren. Der Vorstand hat angesichts der ständig steigenden Anforderungen durch die sich immer wieder verändernden Rahmenbedingungen für den Eisenbahnverkehr auf die Notwendigkeit hingewiesen, dass sich der Verband größtmöglich in die Gesetzgebungsverfahren einbringt. So wurde ein Konzept mit den Eckpunkten einer möglichen Neuausrichtung und einer angepassten Beitragsordnung erarbeitet, an dem sich die Mitglieder orientieren können. Auf der kommenden Museumsbahnertagung im Herbst in Meiningen soll über die Vorschläge diskutiert und abgestimmt werden. Einer der ersten und augenfälligsten Schritte zur Neuordnung könnte die Professionalisierung des bislang ausschließlich ehrenamtlich geführten Verbandes durch die Einrichtung einer Geschäftsstelle mit einer angestellten Kraft sein.

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