Hier finden Sie die aktuellen Informationen über die Arbeit vom Verband deutscher Museums- und Touristikbahnen e. V. (VDMT) und die Pressemitteilungen des Verbandes.
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Ein Museumseisenbahner der ersten Stunde hat uns für immer verlassen: Im Alter von 93 Jahre ist Karl Hunold am 7. März 2014 in Hoya verstorben. Viele kannten den Berufs- und Museumseisenbahner, der sein Wissen gerne an die nachfolgende Generation weitergegeben hat. Ohne seinen Einsatz und ohne seine technischen wie handwerklichen Fähigkeiten hätte die erste Museumseisenbahn Deutschlands wohl keine derart vorbildliche Entwicklung genommen. Es waren Karl Hunold als Dampflokführer und Gerhard Moll als Heizer, die am 2. Juli 1966 in Bruchhausen-Vilsen den allerersten Museumsdampfzug in Deutschland beim Deutschen Kleinbahn-Verein e. V. (später Deutscher Eisenbahn-Verein e. V. /DEV) von Bruchhausen-Vilsen nach Heiligenberg gefahren haben.

 Auch in diesem Jahr findet wieder ein Jugendaustausch des Europäischen Dachverbandes der Museums- und Touristikbahnen FEDECRAIL statt. Das 8. Youthcamp 2014 wird vom 1. bis 10. August in den Niederlanden abgehalten. Gastgeber sind in diesem Jahr drei Mitgliedsbahnen des Verbandes Niederländischer Museums- und Touristikbahnen, und zwar Museumstoomtram Hoorn-Medemblik (SHM), Stichting Stadskanaal Rail (STAR) und die Zuid-Limburgse Stoomtrein Maatschappij (ZLSM). Eingeladen sind alle jungen Leute zwischen 16 und 25 Jahren, deren Hobby die Museumseisenbahn ist. Sowohl Jungen als auch Mädchen, die Mitglied in einem Museumsbahnverein sind, können teilnehmen. Wie in den vergangenen Jahren erwartet sie ein gemischtes Programm, das aus Kennenlernen von Museumseisenbahnen, Mitarbeit an deren Fahrzeugen und der Infrastruktur und - ganz besonders wichtig - aus interkulturellem Erfahrungsaustausch besteht. Nähere Informationen können unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! erfragt werden.

FEDECRAIL wird in die Liste der auf europäischer Ebene tätigen Fachverbände des Eisenbahnsektors aufgenommen und erhält somit als „Representative Body“ eine beratende Stimme in der Europäischen Eisenbahnagentur (ERA/European Railway Agency). Diese Zulassungsempfehlung wurde Ende Januar 2014 vom Railway Safety and Interoperability Committee in Brüssel gegeben. Das ist ein großer Erfolg. Dieser Status bedeutet, dass FEDECRAIL von der Europäischen Eisenbahnagentur hinzugezogen werden muss, wenn es um die Ausarbeitung von Verordnungen geht. Im vergangenen Jahr beschloss FEDECRAIL, Kontakt mit der ERA aufzunehmen und im Folgenden einen Antrag auf den Status als „Representative Body“ zu stellen. Von nun an wird FEDECRAIL nicht länger mit neuen Regelungen konfrontiert werden, sondern selbst einen Beitrag zum Entwickeln neuer Verordnungen leisten können. Auf diese Weise werden die Probleme der meist kleineren und auf ehrenamtlicher Basis agierenden historischen Eisenbahnen mehr Gewicht bekommen.   

„Fledermäuse legen öffentliche Eisenbahninfrastruktur lahm – Landkreis Schwarzwald-Baar sperrt Sauschwänzlebahn aus Naturschutzgründen.“ Der Fall hat bundesweit für Aufsehen gesorgt und dürfte einmalig sein: Eine in Betrieb befindliche öffentliche Eisenbahninfrastruktur wird zum Schutze einer seltenen Tierart für ein knappes halbes Jahr für den Bahnverkehr gesperrt.

Recht gilt als eher langweilige Materie. Dass dieses Urteil gerade für das Eisenbahnrecht in Bezug auf die Museumsbahnen nicht zutrifft, davon konnten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer bei einem Vortrag auf der 65. Museumsbahnertagung im Herbst im DDM in Neuenmarkt-Wirsberg überzeugen.

Auf der Ebene der Rechtssetzung ist zwar unlängst das Eisenbahnregulierungsgesetz gescheitert; das „Schienengüterfernverkehrsförderungsgesetz“ kann aber auch für Museumsbahnen eine zusätzliche Geldquelle darstellen, und die neuen Eisenbahnrechtsverordnungen, unter anderem zur Triebfahrzeugführerprüfung, werfen auch für sie viele Probleme auf.

„Unter Dampf“ stand die 65. Museumsbahnertagung mit Fach- und Rahmenprogramm vom 8. bis 10. November 2013 in Neuenmarkt-Wirsberg, zu der das Deutsche Dampflokomotiv Museum und der VDMT eingeladen hatten. Die am Samstagmittag auf dem Museumsgelände einfahrenden  Dampflokomotiven 01 150 und 01 202 – beide einst im nahegelegenen Bw Hof stationiert – zogen die Tagungsteilnehmer magisch an. Im „Kohlenhof“ des Museums wurden die Maschinen, die einen Sonderzug der IGE Erlebnisreisen durch Süddeutschland führten, mit Wasser und Kohle versorgt. Eine Mitfahrt über den Abschnitt der „Schiefen Ebene“ stellte den Höhepunkt im Rahmenprogramm der Tagung dar. Dass die soeben aufgearbeitete schweizerische 01 202 nach der für Fotografen spektakulären Bergfahrt mit festgebremster Schleppachse und einer massiven Flachstelle schadhaft aus dem Zug genommen werden musste, trübte zwar im Nachhinein den Genuss und ließ das Programm der Tagung zeitlich etwas „aus dem Tritt“ kommen, sie zog aber auch am folgenden Tag noch das Interesse der Experten auf sich.

Als anerkannte Regel der Technik und von den Eisenbahn-Aufsichtsbehörden der Länder eingeführte Grundlage für den Erwerb einer Berechtigung zum Fahren und Bedienen von Lokomotiven und Steuerwagen gilt seit 2006 die VDV-Schrift 753 "Eisenbahnfahrzeug-Führerschein-Richtlinie", die unbestritten die Grundlage für die Ausbildung und den Einsatz von Lokführern bei öffentlichen Eisenbahnen darstellt. Sie regelt ferner die Erstellung von Dokumenten hierzu, die die Befähigung (den „Führerschein“) und die Berechtigung (das Beiblatt) umfassen. Auch wenn eine Formvorschrift hierzu mangels Rechtsgrundlage nicht besteht, werden praktisch alle „Führerscheine“ und alle Beiblätter in Deutschland über die beka GmbH in Köln vertrieben. Ein Register hierfür gibt es jedoch – wiederum mangels Rechtsgrundlage – nicht.

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