Hier finden Sie die aktuellen Informationen über die Arbeit vom Verband deutscher Museums- und Touristikbahnen e. V. (VDMT) und die Pressemitteilungen des Verbandes. Die auf dieser Seite bereitgestellten Informationen können uneingeschränkt verbreitet werden.

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Für ein gutes atmosphärisches Klima an ihrer Strecke sorgt die Selfkantbahn mit einer so genannten „Nachbarschaftsfahrt“. Am Samstag, dem 1. September 2012, war es wieder einmal soweit. Zum vierten Mal in der Vereinsgeschichte wurden alle Anlieger von „ihrer“ Museumsbahn zu einer Fahrt, gemütlichem Essen in der Wagenhalle und ausführlichen Informationen über die Bahn und ihre Projekte eingeladen. Dabei sind nicht nur diejenigen Anwohner berücksichtigt worden, deren Häuser und Gärten unmittelbar an die Strecke grenzen, sondern auch die Bewohner etwas weiter zurückliegender Grundstücke.

Mit Jonathan Hill, Mitarbeiter von Andrulla Vassiliou – EU-Kommissarin für Bildung, Kultur, Mehrsprachigkeit und Jugend – hat FEDECRAIL einen neuen Kontakt zur europäischen Kommission in Brüssel aufgebaut. Ein erster intensiver Informationsaustausch fand mit Präsident David Morgan, Vizepräsident Jacques Daffis, Sekretär Livius Kooy und Officer Peter Ovenstone statt, die Jonathan Hill die Absichten und Ziele von FEDECRAIL erläuterten. Sie berichteten über Aktivitäten und die Charta von Riga als Leitfaden für die Erhaltung historischer Eisenbahnfahrzeuge sowie über die Kooperation mit Europa Nostra und dessen Projekt „Heritage Alliance 3.3”. Als zentrale Frage stand die Förderung durch EU-Mittel im Raum. Jonathan Hill gab länderübergreifenden Projekten, die dem EU-Gedanken dienen, eine Chance.

Die meterspurige Selfkantbahn von Gillrath nach Schierwaldenrath im Westen Deutschlands war vor mehr als 40 Jahren nicht nur eine der ersten Museumsbahnen unseres Landes, sie hat auch einige richtungweisende Einrichtungen etabliert, die die Szene in hohem Maße beeinflußt haben. Neben den Nikolausfahrten, bei denen sie seit Jahrzehnten mit weitem Abstand unangefochtener Marktführer ist, und den überaus erfolgreichen Ehrenlokführerseminaren war dies die vor 40 Jahren erfolgte Gründung einer Betriebsführungsgesellschaft in Form einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung.

David Uhr und Wolfram Bäumer sind auf der Vorstandssitzung am Montag, 23. Juli 2012, in Ratingen von ihren Ämtern als Kassierer bzw. Vorsitzender des VDMT zurückgetreten, "um den Weg für neue Leute freizumachen" (W. Bäumer). Johannes Füngers und Ingrid Schütte leiten den VDMT bis auf Weiteres kommissarisch.

FEDECRAIL, der europäische Dachverband der Museums- und Touristikbahnen, hat im Mai in Südschweden seine internationale Museumsbahnkonferenz 2012 gehalten. In diesem skandinavischen Land stehen die Museumseisenbahnen und Vereine, die auf dem nationalen Schienennetz fahren, durch eine neue Gesetzgebung akut vor erheblichen finanziellen Herausforderungen. Erhöhte jährliche Gebühren für die Registrierung ihrer Fahrzeuge im Nationalen Fahrzeugregister, hohe Zulassungs- und Inspektionsgebühren drohen ihre Existenz zu gefährden. Darüber hinaus müssen – wie auch in den anderen europäischen Ländern – Lösungen für die Einführung des European Rail Traffic Management System (ERTMS) gefunden werden, die je Fahrzeugtyp mehrere Hunderttausend Euro kosten können. Die Probleme der schwedischen Museumsbahnen standen folglich im Mittelpunkt der Konferenz von Helsingborg.

Es könnte ein vielversprechender Anfang sein: Zum ersten Mal wurden historische Eisenbahnen explizit in einem Antrag des Europäischen Parlamentes genannt. Der europäische Rat muss allerdings noch zustimmen. Der Antrag geht auf Brian Simpson (Großbritannien), den Vorsitzenden des Ausschusses für Verkehr und Fremdenverkehr im Europäischen Parlament zurück. Es handelt sich um Sonderregelungen für historische Züge, die auf dem nationalen Netz fahren.

Der seit 2010 anstehende Rechtsstreit, ob die mit zwei Tendern voraus fahrende Dampflokomotive 41 360 eine Geschwindigkeit von 50 km/h aufnehmen durfte oder nicht, ist jetzt entschieden. Das Verwaltungsgericht Köln gab dem EBA Recht, dass hier die Regelungen für geschobene Züge im Sinne des § 34 Abs. 3 EBO in Verbindung mit § 40 Abs. 3 Nr. 1 und Abs. 4 EBO einzuhalten sind und damit die Höchstgeschwindigkeit nicht mehr als 30 km/h beträgt.