Hier finden Sie die aktuellen Informationen über die Arbeit vom Verband deutscher Museums- und Touristikbahnen e. V. (VDMT) und die Pressemitteilungen des Verbandes. Die auf dieser Seite bereitgestellten Informationen können uneingeschränkt verbreitet werden.

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FEDECRAIL wird in die Liste der auf europäischer Ebene tätigen Fachverbände des Eisenbahnsektors aufgenommen und erhält somit als „Representative Body“ eine beratende Stimme in der Europäischen Eisenbahnagentur (ERA/European Railway Agency). Diese Zulassungsempfehlung wurde Ende Januar 2014 vom Railway Safety and Interoperability Committee in Brüssel gegeben. Das ist ein großer Erfolg. Dieser Status bedeutet, dass FEDECRAIL von der Europäischen Eisenbahnagentur hinzugezogen werden muss, wenn es um die Ausarbeitung von Verordnungen geht. Im vergangenen Jahr beschloss FEDECRAIL, Kontakt mit der ERA aufzunehmen und im Folgenden einen Antrag auf den Status als „Representative Body“ zu stellen. Von nun an wird FEDECRAIL nicht länger mit neuen Regelungen konfrontiert werden, sondern selbst einen Beitrag zum Entwickeln neuer Verordnungen leisten können. Auf diese Weise werden die Probleme der meist kleineren und auf ehrenamtlicher Basis agierenden historischen Eisenbahnen mehr Gewicht bekommen.   

„Fledermäuse legen öffentliche Eisenbahninfrastruktur lahm – Landkreis Schwarzwald-Baar sperrt Sauschwänzlebahn aus Naturschutzgründen.“ Der Fall hat bundesweit für Aufsehen gesorgt und dürfte einmalig sein: Eine in Betrieb befindliche öffentliche Eisenbahninfrastruktur wird zum Schutze einer seltenen Tierart für ein knappes halbes Jahr für den Bahnverkehr gesperrt.

Recht gilt als eher langweilige Materie. Dass dieses Urteil gerade für das Eisenbahnrecht in Bezug auf die Museumsbahnen nicht zutrifft, davon konnten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer bei einem Vortrag auf der 65. Museumsbahnertagung im Herbst im DDM in Neuenmarkt-Wirsberg überzeugen.

Auf der Ebene der Rechtssetzung ist zwar unlängst das Eisenbahnregulierungsgesetz gescheitert; das „Schienengüterfernverkehrsförderungsgesetz“ kann aber auch für Museumsbahnen eine zusätzliche Geldquelle darstellen, und die neuen Eisenbahnrechtsverordnungen, unter anderem zur Triebfahrzeugführerprüfung, werfen auch für sie viele Probleme auf.

„Unter Dampf“ stand die 65. Museumsbahnertagung mit Fach- und Rahmenprogramm vom 8. bis 10. November 2013 in Neuenmarkt-Wirsberg, zu der das Deutsche Dampflokomotiv Museum und der VDMT eingeladen hatten. Die am Samstagmittag auf dem Museumsgelände einfahrenden  Dampflokomotiven 01 150 und 01 202 – beide einst im nahegelegenen Bw Hof stationiert – zogen die Tagungsteilnehmer magisch an. Im „Kohlenhof“ des Museums wurden die Maschinen, die einen Sonderzug der IGE Erlebnisreisen durch Süddeutschland führten, mit Wasser und Kohle versorgt. Eine Mitfahrt über den Abschnitt der „Schiefen Ebene“ stellte den Höhepunkt im Rahmenprogramm der Tagung dar. Dass die soeben aufgearbeitete schweizerische 01 202 nach der für Fotografen spektakulären Bergfahrt mit festgebremster Schleppachse und einer massiven Flachstelle schadhaft aus dem Zug genommen werden musste, trübte zwar im Nachhinein den Genuss und ließ das Programm der Tagung zeitlich etwas „aus dem Tritt“ kommen, sie zog aber auch am folgenden Tag noch das Interesse der Experten auf sich.

Als anerkannte Regel der Technik und von den Eisenbahn-Aufsichtsbehörden der Länder eingeführte Grundlage für den Erwerb einer Berechtigung zum Fahren und Bedienen von Lokomotiven und Steuerwagen gilt seit 2006 die VDV-Schrift 753 "Eisenbahnfahrzeug-Führerschein-Richtlinie", die unbestritten die Grundlage für die Ausbildung und den Einsatz von Lokführern bei öffentlichen Eisenbahnen darstellt. Sie regelt ferner die Erstellung von Dokumenten hierzu, die die Befähigung (den „Führerschein“) und die Berechtigung (das Beiblatt) umfassen. Auch wenn eine Formvorschrift hierzu mangels Rechtsgrundlage nicht besteht, werden praktisch alle „Führerscheine“ und alle Beiblätter in Deutschland über die beka GmbH in Köln vertrieben. Ein Register hierfür gibt es jedoch – wiederum mangels Rechtsgrundlage – nicht.

 

Der Wagen KN 18 ist auf seine angestammte Strecke zurückgekehrt. Mit diesem Wagen, einem Kleinbahn-Ci, der 1903 für die Kleinbahn Cassel-Naumburg gebaut worden ist, besitzt der HESSENCOURRIER nun fünf Personen- und Packwagen aus der Gründungszeit dieser Bahn. Der Personenwagen war ausschließlich auf den Gleisen der nordhessischen Kleinbahn unterwegs. 1973 kam er zum MEC Essen, anschließend zum DGEG-Museum Bochum-Dahlhausen und wurde Anfang 2013 zum Kauf angeboten. Anfang September wurde der neu aufgearbeitete Wagen wieder in Betrieb genommen. Zusammen mit der letzten erhaltenen Naumburger Lok 206 ist der Kasseler Verein nun in der Lage, einen einst alltäglichen Zug der Kleinbahn darzustellen und damit auf den ursprünglichen Gleisen der Kleinbahn Museumsbahn-Betrieb anzubieten.

Seit vielen Jahren schlägt der Verein Hei Na Ganzlin, der im mecklenburgischen Röbel (Müritz) vor gut 20 Jahren eine umfangreiche Sammlung von DR-Fahrzeugen aufgebaut hatte, eine interne Schlammschlacht über die Eigentumsrechte an diesen Fahrzeugen und die Vertretungsrechte des Vereins. Die für einen zugehörigen Museumsbetrieb vorgesehene DB-Strecke Waren - Röbel ist inzwischen weitgehend abgebaut worden.