Nach einer zweijährigen Hauptuntersuchung konnte am 20. September 2014 beim Deutscher Eisenbahn-Verein e. V. in Bruchhausen-Vilsen die Diesellok „V1“ (Krupp, 1941, Bdh, ex Rendsburger Kreisbahn) wieder in Betrieb genommen werden. Die Maschine ist nahezu wieder in den Originalzustand versetzt worden. Was fehlt sind die zusätzlichen Normalspurpuffer, die die Lok bei der Rendsburger Kreisbahn für das dortige Vier-Schienen-Gleis bekommen hat.

Als Motor wurde bei der Lok ein MAN-Schiffsdiesel eingesetzt mit einem 22-Liter-Hubraum und 380 bis 810 Umdrehungen pro Minute. Ehemalige MAN-Mitarbeiter in Hamburg haben den Motor durchgesehen und kleinere Reparaturen ausgeführt.

 

Eine technisch interessante Besonderheit bei der Lok ist das von Krupp hergestellte hydraulische Stellwandler-Getriebe nach dem „Lysholm-Smith“-Prinzip. Dabei befindet sich eine verstellbare Schaufel auf der Antriebswelle. Damit kann das wirksame Drehmoment eingestellt werden, um so die Zugkraft zu verändern. Angelassen wird der Motor der Maschine, wie bei Schiffsmotoren üblich, über Druckluft. Die benötigte Druckluft wird durch Umschalten eines der vier Zylinder des Motors erzeugt.

Die Buchstaben „RK“ (für Rendsburger Kreisbahn) hat der DEV an der Lok belassen. Wegen der markanten Motorgeräusche werden sie von einigen Museumseisenbahnern auch als „Rappelkiste“ gedeutet.

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