Nach kurzer, schwerer Krankheit ist am ersten Weihnachtstag 2012 der 1. Vorsitzende der Delmenhorst-Harpstedter Eisenbahnfreunde e.V. (DHEF) Alfred Petershagen im Alter von 76 Jahren verstorben. Mit ihm haben die Delmenhorster ein „Urgestein“ verloren. Schon früh hatte der Verstorbene seine Freude an der Eisenbahn erkannt und vermittelte als Pädagoge diese zusammen mit den technischen Hintergründen auch seinen Schülerinnen und Schülern. Nachdem er vor der Stilllegung 1967 auch wiederholt mit der Delmenhorst-Harpstedter Eisenbahn, genannt „Jan Harpstedt“, gefahren war, trat er 1987 DHEF bei, um sich bei der Gestaltung eines Museumsbahnverkehrs auf dieser landschaftlich reizvollen Strecke in der Wildeshauser Geest zu engagieren.

„Unter Dampf“ stand die 65. Museumsbahnertagung mit Fach- und Rahmenprogramm vom 8. bis 10. November 2013 in Neuenmarkt-Wirsberg, zu der das Deutsche Dampflokomotiv Museum und der VDMT eingeladen hatten. Die am Samstagmittag auf dem Museumsgelände einfahrenden  Dampflokomotiven 01 150 und 01 202 – beide einst im nahegelegenen Bw Hof stationiert – zogen die Tagungsteilnehmer magisch an. Im „Kohlenhof“ des Museums wurden die Maschinen, die einen Sonderzug der IGE Erlebnisreisen durch Süddeutschland führten, mit Wasser und Kohle versorgt. Eine Mitfahrt über den Abschnitt der „Schiefen Ebene“ stellte den Höhepunkt im Rahmenprogramm der Tagung dar. Dass die soeben aufgearbeitete schweizerische 01 202 nach der für Fotografen spektakulären Bergfahrt mit festgebremster Schleppachse und einer massiven Flachstelle schadhaft aus dem Zug genommen werden musste, trübte zwar im Nachhinein den Genuss und ließ das Programm der Tagung zeitlich etwas „aus dem Tritt“ kommen, sie zog aber auch am folgenden Tag noch das Interesse der Experten auf sich.

Als anerkannte Regel der Technik und von den Eisenbahn-Aufsichtsbehörden der Länder eingeführte Grundlage für den Erwerb einer Berechtigung zum Fahren und Bedienen von Lokomotiven und Steuerwagen gilt seit 2006 die VDV-Schrift 753 "Eisenbahnfahrzeug-Führerschein-Richtlinie", die unbestritten die Grundlage für die Ausbildung und den Einsatz von Lokführern bei öffentlichen Eisenbahnen darstellt. Sie regelt ferner die Erstellung von Dokumenten hierzu, die die Befähigung (den „Führerschein“) und die Berechtigung (das Beiblatt) umfassen. Auch wenn eine Formvorschrift hierzu mangels Rechtsgrundlage nicht besteht, werden praktisch alle „Führerscheine“ und alle Beiblätter in Deutschland über die beka GmbH in Köln vertrieben. Ein Register hierfür gibt es jedoch – wiederum mangels Rechtsgrundlage – nicht.

 

Der Wagen KN 18 ist auf seine angestammte Strecke zurückgekehrt. Mit diesem Wagen, einem Kleinbahn-Ci, der 1903 für die Kleinbahn Cassel-Naumburg gebaut worden ist, besitzt der HESSENCOURRIER nun fünf Personen- und Packwagen aus der Gründungszeit dieser Bahn. Der Personenwagen war ausschließlich auf den Gleisen der nordhessischen Kleinbahn unterwegs. 1973 kam er zum MEC Essen, anschließend zum DGEG-Museum Bochum-Dahlhausen und wurde Anfang 2013 zum Kauf angeboten. Anfang September wurde der neu aufgearbeitete Wagen wieder in Betrieb genommen. Zusammen mit der letzten erhaltenen Naumburger Lok 206 ist der Kasseler Verein nun in der Lage, einen einst alltäglichen Zug der Kleinbahn darzustellen und damit auf den ursprünglichen Gleisen der Kleinbahn Museumsbahn-Betrieb anzubieten.

Seit vielen Jahren schlägt der Verein Hei Na Ganzlin, der im mecklenburgischen Röbel (Müritz) vor gut 20 Jahren eine umfangreiche Sammlung von DR-Fahrzeugen aufgebaut hatte, eine interne Schlammschlacht über die Eigentumsrechte an diesen Fahrzeugen und die Vertretungsrechte des Vereins. Die für einen zugehörigen Museumsbetrieb vorgesehene DB-Strecke Waren - Röbel ist inzwischen weitgehend abgebaut worden.