Das ERTMS (European Rail Traffic Management System) stand im Mittelpunkt der Mainline-Group-Sitzung von FEDECRAIL, der europäischen Föderation der Museums-und Touristikbahnen, im September im schwedischen Helsingborg. Zum ersten Mal entsandte auch der VDMT einen Vertreter in dieses Experten-Gremium, das sich mit dem Betrieb auf europäischen Netzen befasst. Mitglieder aus Schweden, Dänemark, Großbritannien, Frankreich, Luxemburg und mit Rudolf Bräunert auch aus Deutschland saßen an einem Tisch. Sie diskutierten verschiedene Ansätze der skandinavischen Länder und Englands für eine günstige Lösung von ERTMS im Dampfzugbetrieb. Dabei wurde der englische Vorschlag, die entsprechenden Anlagen im ersten Waggon hinter der Dampflok unterzubringen, verworfen.

 

Sowohl in Deutschland, wo das europäische Sicherheitssystem voraussichtlich erst in einiger Zeit zu erwarten ist und so lange mit dem bisherigen Sicherungssystem PZB gefahren wird, als auch in Frankreich stellt sich das Problem im Moment nicht. Bräunert berichtete von den derzeitigen Schwierigkeiten in Deutschland mit dem Sicherheitsmangementsystem (SMS), zu dem der VDMT eigens eine Arbeitsgruppe eingerichtet hat, in der Betriebsleiter eine Lösung für die Museumsbahnen vorbereiten sollen.

Aus aktuellem Anlass war auch das Unglück auf der Dampflok 214 P17 in Frankreich Gegenstand der Diskussion, bei dem mehrere Personen auf dem Führerstand durch austretenden Dampf verletzt worden sind. Das Thema ERTMS bleibt weiterhin auf der Tagesordnung der Mainline Group.

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