Zu den Passauer Eisenbahnfreunden e.V. in den Süden der Republik führte Anfang April die 54. Museumsbahntagung des VDMT. 110 Teilnehmer trafen sich ein Wochenende lang in der Drei-Flüsse-Stadt, um sich über aktuelle Fachthemen zu informieren, ihre Mitgliederversammlung 2008 zu halten und abschließend mit P8 und einem Sonderzug nach Pocking zu dampfen.

Der Länderausschuss für Eisenbahnen und Bergbahnen (LAEB), ein seit vielen Jahren bestehender informeller Kreis von Eisenbahnfachleuten, hat eine Initiative des Bundesverkehrsministeriums zur umfassenden Änderung der Eisenbahn-Bau- und Betriebsordnung (EBO) aufgegriffen und die Einrichtung einer entsprechenden Arbeitsgruppe vereinbart.

Auf Einladung der Verbandes Österreichischer Museums- und Touristikbahnen (ÖMT) fand die diesjährige Tagung von FEDECRAIL, dem europäischen Dachverband der Museums- und Touristikbahnen, vom 17. bis 19. April in Salzburg statt. Im Anschluss daran wurde ein umfangreiches Exkursionsprogramm zu den Museumsbahnen des Landes geboten. Neben Konferenzteilnehmern aus den 25 Mitgliedsländern konnten dieses Jahr erstmals Gäste aus Japan und Australien begrüßt werden.

Zehn Jugendliche aus drei Ländern trafen sich im August zum 2. FEDECRAIL-Jugendcamp, das dieses Mal in Lettland stattfand. Sie waren zu Gast bei einer der wenigen lettischen Museumseisenbahnen: bei der Schmalspurbahn Gulbene - Aluksne (750 mm) im Norden des Landes, die der staatlichen Eisenbahn untergeordnet ist. Damit setzt der europäische Dachverband der Museums- und Touristikbahnen FEDECRAIL sein im vergangenen Jahr begonnenes Projekt fort, junge Leute aus den Mitgliedsvereinen der nationalen Verbände zu einem internationalen Treffen zusammenzuführen.

Der VDMT hat sich in einem Schreiben an das Bundesministerium der Justiz gewandt und Stellung genommen zu einem Gesetzentwurf bezüglich des Entschädigungsanspruchs bei Verspätungen. Der Verband plädiert angesichts des Gesetzes zur Anpassung eisenbahnrechtlicher Vorschriften an die Verordnung (EG) Nr. 1371/2007 des Europäischen Parlamentes und des Rates vom 23.10.2007 über die Rechte und Pflichten der Fahrgäste im Eisenbahnverkehr für eine grundsätzliche Ausnahme im Gelegenheits- oder Museums- und Touristikbahnverkehr, zumindest aber für die ersten fünf Jahre. Die Rückerstattung von Fahrgeldern sei im Gelegenheitsverkehr eine unzumutbare Härte, zumal die Fahrgäste eher Besucher von Freizeiteinrichtungen sind, als dass sie ein Verkehrsbedürfnis mit Anschlussfahrten haben. Der Fahrgastverband Pro Bahn, der sich für die Verbesserung und Konkretisierung von Fahrgastrechten einsetzt, unterstützt in diesem Fall die Argumentation und das Ziel des VDMT, eine Ausnahmeregelung zu erwirken.

 

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