Das 100jährige Bestehen der Lokalbahn Amstetten – Gerstetten in diesem Jahr war dem Verein „Ulmer Eisenbahnfreunde Lokalbahn Amstetten – Gerstetten (UEF-LAG)“ nicht nur eine prächtige Jubiläums-Veranstaltung Anfang Juli 2006 wert, sondern war auch Anlass, für die Museumsbahn-Kollegen im VDMT bei der diesjährigen Museumsbahn-Herbsttagung Ende Oktober als Gastgeber zu fungieren.

Diese Frage ist für den Eisenbahnfreund vermutlich beantwortet. Nur rechtlich ist das noch völlig unbestimmt. In der EU-Richtlinie 2004/50/EG zur Interoperabilität des konventionellen Eisenbahnverkehres in Europa wurden auf Initiative des europäischen Dachverbandes FEDECRAIL die historischen und touristischen Eisenbahnen von der Anwendung der Richtlinie ausgenommen.

Der VDMT wurde - anders als bei anderen Gesetzesvorhaben, von denen Eisenbahnen betroffen sind - von der beabsichtigten Änderung des Energiesteuergesetzes (EnergieStG) sowie dessen Folgen seitens des Gesetzgebers oder der Bundesregierung, von der die Initiative hierzu ausging, nicht unterrichtet. Der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) hingegen hatte Kenntnis davon und hat, ganz im Sinne des VDMT, Mitte Juni 2006 beim Bundesministerium der Finanzen gegen die Besteuerung von Kohle, soweit sie zur Traktion bei Eisenbahnen verwendet wird (also für Dampflokomotiven), protestiert, weil dies eine Schlechterstellung gegenüber der Verwendung von Mineralölprodukten bedeutet, bei denen nach § 56 EnergieStG eine Steuerentlastung sehr wohl vorgesehen ist. Zudem würde die vorgesehene Besteuerung von Kohle in Einzelfällen zu einer erheblichen Belastung der Verwender führen.

Vor gut 25 Jahren, am 31. Mai 1981, erschien die auch damals schon so genannte Such- und Angebotsliste des Arbeitskreises deutscher Museumseisenbahnen im BDEF zum ersten Mal. Bernd-Otto Gessner vom Verein Braunschweiger Verkehrsfreunde hatte die Idee zu dieser Einrichtung, die dem Informationsaustausch über gesuchte oder nicht mehr benötigte Teile der Museumsbahnen dient, von der ersten Ausgabe an zu einem wichtigen Medium für alle Museumsbahnen wurde und sich sogleich intensiver Nutzung erfreute.

Nach langen Bemühungen ist es der Firma FW Lifestyle nunmehr endlich gelungen, eine für die Fertigung ausreichende Bestellmenge für schwarze Arbeitskleidung für das Lokpersonal im bekannten Schnitt der Deutschen Bundesbahn zu erreichen. Die Erfahrungen der letzten Monate und der Verlauf der Bestelleingänge lassen jedoch vermuten, daß eine Fertigung beim Hersteller höchstens noch im Dreijahresrhythmus möglich sein wird.

„Es war eine erstklassige Tagung bei einer tollen Museumsbahn!“ Mit diesen Resümee schloss Heimo Echensperger, Vorsitzender des Verbandes Deutscher Museums- und Touristikbahnen e.V. (VDMT) am 2. April die inzwischen 50. Tagung der deutschen Museumsbahnen, die auf Einladung des Deutschen Eisenbahn-Vereins e.V. (DEV) in Bruchhausen-Vilsen bei der „Ersten Deutschen Museumseisenbahn“ stattfand.

Die vom europäischen Museumsbahndachverband FEDECRAIL erarbeitete Charta von Riga wurde von dem Mitgliedern des VDMT auf der diesjährigen Mitgliederversammlung als Leitlinie für die eigene Arbeit angenommen.

Mit der Charta von Riga geben sich die europäischen Museumsbahnen grundlegende Leitlinien, nach denen die Erhaltung und der Betrieb der eisenbahnhistorischen Objekte erfolgen soll. Die Museumsbahnen folgen damit der Architektur, die mit der Charta von Athen Vorreiter in Bezug auf die Baudenkmale war, und der historischen Schiffahrt, die für ihren Bereich im Jahr 2000 die Barcelona-Charta verabschiedet hat.