Frühjahrstagung des VDMT am 25. bis 27. März 2022 in Lüneburg:

Bei sonnigem Frühlingswetter und angenehmen Temperaturen fand die 80. MuseumsBahnerTagung des VDMT in Lüneburg statt. Gastgeber war der Arbeitskreis Verkehrsfreunde Lüneburg e.V.

Rund 130 Teilnehmer von zahlreichen Museumsbahnen aus ganz Deutschland waren angemeldet, da die geltenden Corona-Regeln nach langer Pause wieder eine größere Veranstaltung zuließen. Am Freitag, dem Anreisetag, war ein gemeinsames Abendessen mit reichlich Raum für Gespräche und Austausch der einzige Programmpunkt. Man hatte sich ja lange nicht gesehen.

Die Tagung am Samstag wartete mit spannenden Themen auf. Der Vormittag stand ganz im Zeichen interessanter Vorträge. Nils Jäger von Smart Rail und Jochen Brandau gaben ein Update zum Thema ETCS. Der Fokus lag hierbei auf dem Digitalen Knoten Stuttgart. Durch die Erläuterungen zu diesem Projekt wurde das Thema für alle greifbar und konkret. Insbesondere die zeitlichen Abläufe wurden verständlich dargestellt. Jüngst wurde seitens des VDMT eine Arbeitsgruppe ETCS ins Leben gerufen mit dem Ziel, Lösungen zu erarbeiten, um Museumsbahnen auch unter ETCS noch bezahlbar am netzweiten Verkehr teilnehmen zu lassen. Nils Jäger stellte dazu Gedanken zu einer technischen Umsetzung bei Altbau-Lokomotiven vor. Damit wird eine gute Grundlage für die weitere Arbeit des Arbeitskreises geschaffen.

Michaela Quante von DB Training stellte ihre Gedanken für die Einrichtung eines Arbeitskreises zum Thema „Können und dürfen – Ausbildung bei Museumsbahnen“ vor. Dabei warb sie für eine bessere Vernetzung der Museumsbahnen bei der Qualifizierung von Personal für den Eisenbahnbetrieb. Dies könnte beispielsweise mit dem Zusammentragen von bereits vorhandenen Schulungsplänen beginnen, die gemeinsam zusammengeführt und ergänzt werden und im Anschluss allen interessierten VDMT-Mitgliedern zur Verfügung gestellt werden könnten.

Von Thomas Kittel vom Kulturlokschuppen Neumünster erfuhren wir, welch steiniger Weg es sein kann, ein dem Verfall preisgegebenes Bauwerk zu retten und wieder mit Leben zu erfüllen. Mit einem guten Konzept, viel Engagement und vor allem Beharrlichkeit ist es allen Beteiligten gelungen, dieses historische Gebäude wie „Phönix aus der Asche“ wieder auferstehen zu lassen.

Ein Update von Volker Wente zu aktuellen juristischen Themen rundete den Vormittag ab.

Völliges Neuland wurde am Nachmittag mit der Durchführung eines Workshops betreten. Die Tagungsteilnehmer wurden in 5 Gruppen aufgeteilt und rotierten in Zeitblöcken von rund 30 Minuten zu den Themen

Interne VDMT-Organisation

Eisenbahntechnik und -betrieb

Recht und Verwaltung

Information und Kommunikation

Verschiedenes

Die Teilnehmer sollten die relevantesten Themenfelder benennen, bei denen Museumsbahnen in den nächsten Jahren Unterstützung durch den VDMT benötigen.

Sehr konzentriert und effektiv wurde eine Fülle von Themen platziert. Ebenso entstand auch gleich eine erste Priorisierung. In den nächsten Wochen werden die Ergebnisse gesichtet, gegliedert und zusammengefasst. Über das Ergebnis wird dann berichtet. Die wichtigsten Themen sind dann der Arbeitsauftrag für die zukünftige Verbandsarbeit.

Der Abend endete dann mit einem leckeren Abendessen, kühlen Getränken und guten Gesprächen in der tollen Atmosphäre der Halle der AVL.

Der Sonntag wurde zu einer Sonderfahrt mit dem Zug der AVL nach Bleckede genutzt. Dort stand das kleine, noch aus Zeiten der Kleinbahn stammende Ausbesserungswerk der OHE für eine Besichtigung offen.

An dieser Stelle sei den Aktiven der AVL ganz herzlich für ihre Gastfreundschaft und eine rundum perfekte Tagungsorganisation gedankt.

Für den VDMT Jens Reichelt (Pressesprecher)

 

Die gelb markierten Vorträge können nur im internen Bereich der Webseite unter 2022 heruntergeladen werden.

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