Vom 18. bis 20. März fand in Gerolstein in der Eifel auf Einladung des VDMT-Mitglieds Eifelbahn e.V., der in diesem Jahr sein zehnjähriges Bestehen feiert, die 48. Museumsbahntagung statt. Rund 100 Vertreter der VDMT-Bahnen waren der Einladung zu einem informativen und geselligen Wochenende in der Eifel gefolgt.

In seiner Begrüßung stellte Jörg Petry, Vorsitzender des 250 Mitglieder zählenden Eifelbahn e.V., die bisherigen und die geplanten Aktivitäten des rührigen Vereins vor, der mit spektakulären Dampfloktreffen und Plandampfveranstaltungen auch weit über die Region hinaus bekannt wurde. Dabei betonte Petry die Bedeutung der engen Zusammenarbeit mit der Politik vor Ort und im Bundesland.

Matthias Pauly, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Gerolstein, hatte bereits in seiner Rede vorher die enge Verbundenheit dieser Eifelregion mit der Eisenbahn hervorgehoben. Seit 150 Jahren gilt Gerolstein, Kreuzungspunkt der Eifelbahn Köln-Trier und der Eifelquerbahn (Mayen/Daun-Pronsfeld), als klassische Eisenbahner-Stadt, die jedoch in den vergangenen Jahren deutlich an Bedeutung im Eisenbahnwesen verloren hatte. Pauly: „Man muss schon etwas verrückt sein, sich heute wieder auf die Eisenbahn einzulassen !“ Genau dies unterstützt jedoch die Verbandsgemeinde Gerolstein nachhaltig. Beim Kauf des ehemaligen Bw Gerolstein durch den Eifelbahn e.V. stand die Gemeinde in Verhandlungen und finanziell zur Seite, auch für den Erhalt der Strecke nach Prüm macht sich der Bürgermeister stark. Den Eifelbahn e.V. und seine Aktivitäten bezeichnete Pauly als „Kapital für die Region“. Die Wiederaufnahme des Schienenverkehrs auf der Eifelquerbahn biete an Wochenenden „ein wichtige Querverbindung für den Tourismus in der Region.“ Hier sei das Geld besser angelegt als in Millionen Euro teuren Radwegen. Pauly schloss seine Begrüßung daher mit einem Dank an den Gastgeber: „Politik kann viel, ist aber nicht in allen Dingen beschlagen. Unser Dank geht daher an den Eifelbahn e.V. für das eingebrachte Fachwissen und das Engagement der Mitglieder !“

Einen eigenen Eindruck von diesen Aktivitäten des Gastgebers konnten sich die Tagungsteilnehmer am letzten Veranstaltungstag verschaffen: Nach der Besichtigung der Betriebsanlagen im Bw Gerolstein ging es – eifel-typisch – mit einer dreiteiligen VT98-Garnitur von Gerolstein über die Eifelquerbahn bis Daun und zurück.

Fachthema Arbeitsschutz

Ich fachlichen Teil der Tagung informierte Andreas Mahr von der BG BAHNEN die Teilnehmer über die Rechtsgrundlagen und aktuellen Entwicklungen zum Arbeitsschutz – auch bei Museumsbahnen. Er zeigte den Verlauf von der entsprechenden EU-Richtlinie über nationale Gesetze und Verordnungen bis hin zum entsprechenden Regelwerk und betone dabei, dass die Deregulierung dem Unternehmer zwar mehr Freiheit bei seinen Entscheidungen lasse, ihn andererseits jedoch auch stärker in die Verantwortung nehme. An ausgewählten Beispielen erläuterte Mahr die Bedeutung der Betriebssicherheitsverordnung und Unfallverhütungsvorschriften auch für den ehrenamtlichen Bereich und konstatierte launisch, dass das Aufstellen eines Schildes mit der Aufschrift „Arbeitsunfälle sind verboten !“ mit Sicherheit nicht ausreiche. Eine ausführliche Zusammenfassung dieses Vortrags finden die VDMT-Mitglieder im entsprechenden Mitgliedsbereich auf der Homepage des Verbandes.